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Sehnde ist nicht der Mittelpunkt der Welt, aber doch ein erfreuliches Stück davon, eine junge Stadt aus fünfzehn Ortsteilen mit 23.000 Einwohnern, gelegen im Einzugsbereich der Landeshauptstadt Hannover und der Bischofsstadt Hildesheim, zu Wasser, zu Lande und auf Schienen bestens erreichbar.
Diese kleine Stadt im traditionell protestantischen Norden beherbergt zwei (!) katholische Pfarrgemeinden, zu denen etwa ein Zehntel der Wohnbevölkerung gehört. Beide bilden, trotz unterschiedlicher Geschichte und Prägung, eine „Seelsorgeeinheit“ – ein primär organisatorischer Begriff, der noch darauf wartet, stärker mit Leben gefüllt zu werden.
Die ältere der beiden Gemeinden, die „Mutter“ aller nördlich angrenzenden, ist von ihren Töchtern zahlenmäßig überflügelt worden. Es ist St. Josef im Ortsteil Bolzum. Die schöne kleine neuromanische Pfarrkirche von 1897, erst jüngst stilrein renoviert, war einmal der Vorposten des katholisch gebliebenen Hildesheimer „Stifts“, ein Leuchtturm ins lutherische Land hinaus, zu dem außer den wenigen ortsansässigen Katholiken auch die versprengten von Sehnde, von Lehrte und selbst von Burgdorf pilgerten. Obwohl Bolzum seit bald dreißig Jahren nicht mehr zum Landkreis Hildesheim, sondern zu Sehnde und zur Region Hannover gehört, ist die „stiftische“ Prägung der Pfarrgemeinde noch spürbar.
Zum Gemeindegebiet gehören die Dörfer Bledeln, Bolzum, Müllingen, Ummeln, Wehmingen und Wirringen.
Eine ausfühliche Beschreibung der St.-Josefs-Kirche finden Sie hier.
Mehr als dreimal so viele Menschen bilden heute die Pfarrgemeinde St. Maria rund um die 1955 geweihte helle und freundliche Marienkirche in Sehnde. Wurzel und „harter Kern“ dieser Gemeinde sind immer noch die vertriebenen Schlesier, inzwischen in zweiter und dritter Generation, dazu natürlich Zugezogene aus katholischen Landstrichen Deutschlands und Europas. Unvergessen ist Pfarrer Noppes, selbst ein vertriebener Schlesier, der viele seiner Schäfchen aus der alten Heimatpfarrei mitbrachte und in 33 Pfarrerjahren die Mariengemeinde äußerlich und innerlich aufgebaut und geprägt hat.
Zum Gemeindegebiet gehören die Dörfer Dolgen, Evern, Haimar, Rethmar, Sehnde und Wassel. Bilm, Ilten und Köthenwald gehören offiziell zur Pfarrei St. Bernward Lehrte, Höver zu St. Martin Hannover.
In Evern entstand 1955, zeitgleich mit der Marienkirche, eine schlichte Filialkapelle, die der hl. Maria Magdalena geweiht ist. Hier feiern wir einmal monatlich eine Sonntagabendmesse.
Eine ausführliche Beschreibung der St.-Marien-Kirche finden Sie hier, und hier Bilder von der Magdalenenkapelle.
Seit dem 1. April 2004 darf ich für die Seelsorgeeinheit St. Maria und St. Josef Pfarrer sein und bin dankbar für die offene, herzliche Aufnahme und die große Zahl der kompetent und mit spürbarer Freude Engagierten aus allen Altersgruppen!
Lassen Sie sich anstecken – hier bei uns oder in Ihrer Heimatpfarrei!
Den Segen der Erde und des Himmels wünscht Ihnen
Ihr Peter Gerloff, Pfr.